Porträt

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Das Ziel des NFP 81 ist es, unterschiedliche Perspektiven, Disziplinen und Berufe unter einem klaren und relevanten Ziel zusammenzuführen: die Verbesserung der Qualität der gebauten Umwelt mit Blick auf die Nachhaltigkeit.

Der Begriff «Baukultur» hat sich in den vergangenen Jahren als Begriff etabliert, der die vielfältigen Interessen und Anliegen im Zusammenhang mit der gebauten Umwelt beschreibt. Bei Baukultur geht es um die Kultur des Erbauers oder der Erbauerin, des Eigentümers oder der Trägerin und letztlich um das gesamte «Bausystem», das die zahllosen und unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure umfasst, die in irgendeiner Phase am Bauprozess beteiligt sind. Noch wichtiger ist, dass Baukultur die Beziehung der Gesellschaft als Ganzes zu ihrer gebauten Umwelt betrifft, sowie die Art und Weise, wie diese genutzt und bewohnt wird. Baukultur steht im Zentrum unserer Beziehung zur Welt und ist damit eine der wesentlichen Voraussetzungen für ihre Transformation in Richtung Nachhaltigkeit.

Was sind die Ziele des NFP 81?

Das NFP 81 «Baukultur. Für einen sozialen und ökologischen Wandel des gebauten Raums» zielt darauf ab, unser Verständnis der Prozesse in der gebauten Umwelt und deren Entwicklung durch interdisziplinäre und transdisziplinäre Zusammenarbeit zu verbessern. Konkret hat das Programm zum Ziel,

  • Baukultur mit sozialem und ökologischem Wandel zu verknüpfen;
  • die Verwendung von Materialien, Ressourcen und Standards unter Berücksichtigung von Suffizienz, Rückverfolgbarkeit und Verantwortung zu fördern;
  • die Verbindung von Baukultur und Gesellschaft wieder herzustellen;
  • die Besonderheit eines jeden Orts (gebaute Umwelt, Standort) zu bekräftigen;
  • sich mit traditioneller und neuer Ästhetik, Kulturtechniken und Werten der gebauten Umwelt auseinanderzusetzen;
  • den erforderlichen rechtlichen Rahmen und die Zertifizierungsprozesse zu ermitteln und anzupassen;
  • Forschung zu verantwortungsvollen Investitionsmethoden zu fördern;
  • neue Kooperationen mit Institutionen und der Zivilgesellschaft aufzubauen und bestehende Zusammenarbeit zu stärken.

Warum ist dieses Forschungsprogramm wichtig?

Die gebaute Umwelt ist ein Gut von unschätzbarem Wert, das als kollektives Erbe gepflegt und bewahrt werden muss. Es ist entscheidend, Massnahmen zur deutlichen Reduktion der Treibhausgasemissionen zu ergreifen und den Ressourcenverbrauch auf einen nachhaltigen Umfang zu begrenzen. Dies wirft die Frage auf, wie wir die gebaute Umwelt so umgestalten können und sollten, dass eine hohe Lebensqualität für künftige Generationen sichergestellt und zugleich der Übernutzung und Zerstörung der Umwelt Einhalt geboten wird. Das Konzept der «Baukultur», wie es in der «Erklärung von Davos» und der «Strategie Baukultur» des Bundes seit 2018 und 2020 definiert wird, ist für einen erfolgreichen künftigen Anpassungsprozess wesentlich und bildet die Grundlage des Konzepts für dieses Nationale Forschungsprogramm.

Wie lange dauert das Programm und wie viel kostet es?

Das NFP 81 verfügt über ein Globalbudget von CHF 10,6 Millionen. Die Forschungsphase beginnt Anfang 2025 und erfolgt über einen Zeitraum von fünf Jahren.